Hornhaut

Es gibt Keratokonus Patienten ,die sich immer nur eine neue Brille anpassen lassen, bis die Krankheit erkannt wird. Eine frühe Diagnose ist entscheidend für den Therapieerfolg!

Hornhauterkrankungen

Die Hornhaut ist das Fenster in das Auge. Durch die Hornhaut fällt das Licht ins Auge. Krankhafte Veränderungen der Hornhaut beeinträchtigen Ihr Sehvermögen.

Die Hornhaut hat mehrere Schichten. Das Endothel, die innerste Schicht ist besonders bedeutsam für die Klarheit, weil sie die Hornhaut entwässert. Die äußerste Schicht, das Epithel schützt vor Infektionen. Das Epithel sorgt für eine glatte Oberfläche.

Folgende Hornhauterkrankungen können vorkommen

Hornhautverletzungen (Erosio corneae)
Hornhautentzündungen (Keratitis)
Hornhautgeschwür (Ulcus corneae)
Hornhautnarben
Hornhautdegeneration
Hornhautdystrophie
Keratokonus
Hornhautverletzungen können zum Beispiel durch Fremdkörper oder ätzende Substanzen vorkommen. Eine Verletzung der Hornhaut ist sehr schmerzhaft. Das Auge brennt, geht kaum auf und es tränt sehr viel. Sollten Sie eine Hornhautverletzung haben oder einen Unfall gehabt haben, wo ihr Auge betroffen war sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen. Eventuelle Fremdkörper werden entfernt und Sie bekommen im Falle einer Infektion Antibiotika.
Bei einer Hornhautentzündung entzündet sich die vordere Hülle des Auges. Hier können Bakterien, Viren, Pilze, trockenes Auge oder oberflächliche Augenverletzungen die Ursache sein. Eine Hornhautentzündung kann unterschiedlich verlaufen. Ist die Entzündung nur auf der Oberfläche so sieht man eine leichte Trübung. Geht die Entzündung in die tieferen Schichten, so bildet sich eine dichte Trübung die als weißlicher Fleck auftaucht. Eine Hornhautentzündung ist sofort behandlungsbedürftig. Zumal sie sehr schmerzhaft ist. Je nach Ursache der Entzündung wird diese entsprechend behandelt.
Die Schädigung der Hornhautsubstanz wird als Hornhautgeschwür bezeichnet. Sie ist sehr schmerzhaft und führt zu schlechtem Sehen. Das Hornhautgeschwür muss sofort behandelt werden, da es einen großen Schaden anrichten kann, wenn es nicht behandelt wird. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Löchern in der Hornhaut kommen. Im allerschlimmsten Fall droht eine Erblindung. Ursache eines Geschwürs ist meistens eine unbehandelte Hornhautverletzung. In der Verletzung können sich Keime bilden, die dann solches auslösen. Das Auge ist deutlich gerötet und schmerzt unheimlich. Man sieht eine grauweiße Trübung an der entzündeten Stelle. In erster Linie erfolgt eine antibiotische Behandlung. Nach dem Abstrich eventueller Keime folgen dann noch entsprechende Medikationen oder Folgebehandlungen.
Eine Hornhautnarbe entsteht durch eine vorhergehende Verletzung der Hornhaut wie zum Beispiel durch einen Fremdkörper. Die Hornhautnarbe ist die Abheilung des Gewebsdefektes. Eine weißliche Veränderung stellt sich an der ursprünglichen Verletzung dar. Je nach Größe der Narben schränkt sie das Sehen ein. Narben können mittels Augenlaserverfahren wegtherapiert werden.
Eine Hornhautdegeneration ist eine Veränderung der Hornhaut die durch eine Hornhauterkrankung, Hornhautverletzung oder im Alterungsprozess entstehen kann. Die Hornhaut verliert bei der Degeneration an Transparenz was zu einer erheblichen Sehverschlechterung führt. Eine Oberflächen-Behandlung ist möglich und dauert wenige Minuten.

Hornhautdystrophien sind Veränderungen der Hornhaut, die angeboren sind. Meistens sind beide Augen betroffen. Manche Veränderungen verursachen keine Sehbeeinträchtigung, andere, können das Sehen erheblich beeinträchtigen.

Hornhautdystrophien sind nicht-entzündliche Erkrankungen. Sie entstehen nicht durch eine Entzündung oder durch sonstige Verletzungen. Oftmals werden sie im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung bei gesunden Patienten entdeckt. Es gibt viele verschiedene Formen der Hornhautdystrophie, die jeweils verschiedene Bereiche der Hornhaut betreffen.

Folgende Schichten können betroffen sein: die oberflächliche Schicht „das Epithel“, die mittlere „Stroma“ Schicht und die hinteren Schichten der Hornhaut, „das Endothel“.

Die häufigste Form ist die sogenannte Fuchs-Endotheldystrophie. Sie betrifft die Innenseite der Hornhaut und führt zu einem zunehmenden Abbau der Hornhaut. Sie führt zu Sehverschlechterungen und kann mittels Augentropfen oder mit einer Hornhauttransplantation behandelt werden.
Bei der Map-Dot-Fingerprint Dystrophie ist die Basalmembran des Epithels betroffen. Diese Form tritt schon in jungen Jahren auf. Der betroffene merkt eine Sehverschlechterung, Augenschmerzen und verschwommenes Sehen.
Es gibt weitere Formen der Hornhautdystrophien:  granuläre Hornhautdystrophie, gittrige Hornhautdystrophie, wabenförmige Hornhautdystrophie, makuläre Hornhautdystrophie, und Epitheldystrophie.

Der Keratokonus ist eine  fortschreitende Ausdünnung und Vorwölbung der Hornhaut des Auges . Sie ist mit schwankender und abnehmender Sehschärfe verbunden. Der Keratokonus wird meistens ab einem bestimmten Stadium mit einer Hornhauttransplantation behandelt. Der Keratokonus sollte frühzeitig entdeckt und stabilisiert werden.