Netzhaut

Das Sehen von Blitzen, Rußregen oder schwarzen Schatten können erste Anzeichen für eine Netzhaut-ablösung sein. Bitte stellen Sie sich sofort beim Augenarzt oder in der Augenklinik vor.

Netzhauterkrankungen

Die Netzhaut erzeugt die Bilder die über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden. Es gibt etwa 130 Millionen Sinneszellen in der Netzhaut des Auges. Jede Störung des Stoffwechsels kann sie irreparabel schädigen. Schädigungen führen häufig zu starken Beeinträchtigungen des Sehens oder sogar zur Erblindung und müssen somit sofort behandelt werden. Die häufigsten Netzhauterkrankungen

Netzhautablösung
Diabetische Netzhauterkrankung
Makulaforamen
epiretinale Gliose
vitreomakuläre Traktion
Gefäßerkrankungen in der Netzhaut
Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Eine Netzhautablösung ist ein absoluter Notfall und muss sofort behandelt werden. Die Netzhautablösung ist eine Erkrankung des Auges, bei der sich die am Augenhintergrund befindliche Netzhaut ablöst. Betroffene klagen über Blitze im Auge. Sehen Sie Blitze, Rußregen oder einen schwarzen Schatten, bitten wir Sie sich sofort bei uns oder einem Augenarzt oder in einer Augenklinik vorzustellen. Kein Termin notwendig!
Die Diabetische Retinopathie entsteht durch die Zuckerkrankheit. Die zunehmende Schädigung kleiner Blutgefäße verursacht eine zunächst unbemerkte Schädigung der Netzhaut. Ohne rechtzeitige Behandlung kann sie im Verlauf der Retinopathie bis zur Erblindung führen. Die Erkrankung ist nicht heilbar aber aufhaltbar. Man muss die Fortschreitung dringend stoppen. Es gibt verschiedene Therapieansätze, zudem muss ihr Diabetes gut eingestellt sein. Zunächst verursachen die Schädigungen der kleinen Blutgefäße keine Schädigung der Netzhaut. Man unterscheidet zwischen der nichtproliferativen Retinopathie und der Proliferativen Retinopathie Nichtproliferative Retinopathie – keine neue Gefäßbildung – Unterscheidung durch mild, mäßig oder schwere Retinopathie. Regelmäßige Untersuchung notwendig um Übergang in Proliferative Retinopathie nicht zu übersehen. Proliferative Retinopathie – Neubildung von krankhaften Gefäßbildungen in Netzhaut und Glaskörper. Krankheit entsteht aus Nichtproliferativen Retinopathie.

Ein Makulaformen ist ein Loch in der Makula (Stelle des schärfsten Sehens). Ein Makulaloch kann leider ohne erkennbare Ursachen entstehen. Man vermutet, dass durch Veränderungen der Struktur in der Netzhaut ein Zug  auf die Makula entsteht und somit ein Loch in der Mitte entsteht. Durch das entstandene Loch kann Flüssigkeit in die Netzhaut eindringen.

Bei einer epiretinalen Gliose bilden sich kleine Häutchen im Bereich der Makula (Stelle des schärfsten Sehens). Diese Häutchen (Membranbildung) kann die Netzhaut verformen. Die Epiretinale Gliose schreitet langsam fort und muss aber trotzdem behandelt werden. Sie entsteht zum Beispiel durch bereits bestehende Augenkrankheiten. Sie kann aber auch durch eine Laserbehandlung der Netzhaut entstehen.
Zur vitreomakulären Traktion kommt es, wenn der Glaskörper an der Retina „kleben“ bleibt. Im Alter schrumpft der Glaskörper und löst sich dann von der Netzhaut ab. Dies ist ein altersbedingter Prozess. Dies wird nur zum Problem, wenn der Glaskörper an der Netzhaut kleben bleibt, ein Zug entsteht und dann im schlimmsten Fall ein Riss und verursacht damit ein Loch. Der Betroffene sieht verzerrt einen zentralen schwarzen Fleck und hat Beschwerden beim Lesen.
Neben Diabetes bedingter Netzhauterkrankungen gibt es venöse Verschlüsse der Netzhaut. Hier kommt es zu einer Stauung der Gefäße, die zu einer Minderdurchblutung der Netzhaut führen. Die Erkrankung wird mittels Spritzentherapie und eventuell mit einer folgenden Lasertherapie der Netzhaut behandelt.
Als Makula „gelber Fleck“ wird die Stelle mit der höchsten Dichte an Sinneszellen in der Netzhaut bezeichnet. Es gibt zwei Formen der altersabhängigen Makuladegeneration: die trockene und die feuchte. Eine trockene Makuladegeneration muss stets beobachtet werden, das man den Übergang in die feuchte Makuladegeneration nicht übersieht. Die feuchte Makuladegeneration muss schnellstens mit einer Spritzentherapie behandelt werden.

Wir können auch

Netzhaut-Glaskörper-Chirurgie (ppV)

Bei der pars plana Vitrektomie (ppV) handelt es sich um eine Operation im Inneren des Auges. Dabei wird primär der Glaskörper, eine gelartige Masse, welche den hinteren Augenabschnitt ausfüllt, entfernt. Die Operation kann ambulant und stationär durchgeführt werden. Dies ist ebenfalls vom Zustand des Patienten abhängig. Die Operation erfolgt in den meisten Fällen in einer lokalen Betäubung. Auch gibt es Fälle, in der eine ppV unter Vollnarkose durchgeführt werden muss, oder von Patienten gewünscht wird. Die Operation dauert in etwa 30-60 Minuten.

Entfernung des Glaskörpergels mit Abhebung des Glaskörpers.
Entfernung der Glaskörperbasis, dem vorderen Teil des Glaskörpers
Nachdem der Glaskörper entfernt ist, wird schwere Flüssigkeit unter der Netzhaut über das Netzhautloch gepresst.
Netzhaut legt sich wieder an
Flüssigkeit wird nun abgesaugt und durch (Luft, Gas oder Silikonöl) ersetzt.